STRICHCODES
Nummernsysteme und Strichcodes werden weltweit im Daten- und Warenverkehrs zwischen verschiedenen Unternehmen genutzt und ermöglichen es, die jeweiligen Standorte, Waren, Dienstleistungen, Transporteinheiten etc. eindeutig zu identifizieren.
Um die automatische Erfassung und Verarbeitung von Nummernsystemen zu ermöglichen, wurden entsprechende Strichcodestandards festgelegt. Die Dateninhalte werden in den dafür vorgesehenen Strichcodes nach klar definierten Regeln abgebildet und ermöglichen dadurch eine unternehmensübergreifende Interpretation und Verarbeitung.
Ein Strichcode besteht aus einer Kombination von schwarzen und weißen Streifen und Ziffern, welche Informationen über das Ursprungsland, den Hersteller und die Ware enthalten.
Je nach Bedarf können Anwender verschiedene Strichcodes nutzen:
Ein Klassiker des weltweit bekannten Strichcode-Systems, welches in mehr als 125 Ländern der Welt verbreitet ist, ist zur Zeit der 13-stellige Strichcode der GTIN - Symbolik (engl. Global Trade Item Number, statt der früher gebrauchten EAN Symbolik– European Article Number), der für die Informationskodierung über den Warenursprung und die Herstelleridentifizierung bestimmt ist. Der EAN - Strichcode dient zur Verschlüsselung der 8- bzw. 13-stelligen GTIN -Artikelnummer. In den 13-stelligen Strichcodes (EAN-13) werden 13 Ziffern kodiert. Er enthält eine Basisnummer, bestehend aus 7, 8, oder 9 Zeichen; sowie entsprechend 5, 4 oder 3 Zeichen für den individuellen Gebrauch und eine Prüfziffer. In den 8-stelligen Strichcodes (EAN-8), werden nur 8 Ziffern kodiert. Die beiden Arten von Strichcodes (EAN-13 und EAN-8) enthalten nur Ziffern und keine Buchstaben bzw. andere Symbole (s. Abb.).
Beispiele:
In vielen Ländern sind auch 13-stellige GLN - Strichcodes (Global Location Number), welche Informationen über alle Lieferanten und Hersteller, von der Produktion bis zum Endkunden enthalten, weit verbreitet. Der GLN - Strichcode besteht ebenfalls aus einer Basisnummer - aus 7, 8, oder 9 Zeichen sowie 5, 4 oder 3 Zeichen für den individuellen Gebrauch und einer Prüfziffer.
Beispiel:
|
Basisnummer
|
Individueller Nummerteil
|
Prüfziffer
|
|
40 12345
|
0 0 0 0 0
|
9
|
|
42 123456
|
0 0 0 0
|
5
|
|
43 1234567
|
0 0 0
|
5
|
|
|
|
|
|
Registrierung von Strichcodes
Die Firma West Union bietet Unternehmen Unterstützung bei der Beratung und Registrierung von verschiedenen Strichcodes.
Eine wichtige Voraussetzung für die Registrierung von Strichcodes ist der Besitz und die Führung eines Unternehmens in dem Land, in welchem man die Strichcodes nutzen möchte.
Für die Nutzung von Strichcodes muss das Unternehmen zuerst die Nummern erzeugen, die in dem Barcode verschlüsselt werden sollen. Dafür ist die Beantragung einer GLN (Globale Lokationsnummer) Typ 2 notwendig. Nach Erhalt dieser Nummer können die Identifikationsnummern für Produkte, Erzeugnisse, Transportverpackungen usw. vergeben werden. Dabei werden die Basisnummern mit einer von Ihnen vergebenen Nummer kombiniert.
Von der Antragstellung bis zur Erteilung einer Grundlizenz vergehen ca. 2 Wochen bis 3 Monate (abhängig vom dem jeweiligen Land).
Erforderliche Dokumente für die Registrierung der Strichcodes
(für eine juristische Person)
- Satzung der Gesellschaft;
- Registrierungsbescheinigung der Firma aus einem entsprechenden Register;
- Unterlagen, welche die Einberufung des Geschäftsführers bestätigen bzw. der/des Gesellschafter/s, der/die im Auftrag der Gesellschaft die für die Antragstellung erforderlichen Dokumente vorlegt/en;
- Adressen und Telefonnummern des Geschäftsführers, bzw. des/der Gesellschafter/s der Gesellschaft
Erforderliche Dokumente für die Registrierung der Strichcodes
(für eine natürliche Person)
- Kopie des Passes;
- Adresse bzw. Wohnsitznachweis